SEO: Warum Google es euch einfach macht...

Manche halten Suchmaschinenoptimierung für eine verschwurbelte Geheimwissenschaft. Dabei beruht SEO sehr oft auf gesundem Menschenverstand und Einfühlungsvermögen. Ein paar Fakten.

Alles, was Google versucht, ist eine Website durch die Augen eines menschlichen Nutzers zu sehen:

➧ Wie würde der User diese Website beurteilen?

➧ Bekäme der User hochwertige Informationen?

➧ Würden die Fragen des Users beantwortet werden?

➧ Würde der User gerne auf der Website surfen?

Deshalb orientieren sich viele OnPage-SEO-Faktoren an der Frage, ob die Website benutzerfreundlich ist. Ein paar Beispiele:

Google will sprechende URLs – der User auch


Sprechende URLs als Google-Rankingfaktor
(Website address/URL bar von The Descrier unter CC BY 2.0)

Eine URL (= Webadresse einer Seite) ist sprechend, wenn ihr grob an ihr ablesen könnt, welches Thema sie bietet:

http://der-onliner.blogspot.com/netzneutralitaet-pro-und-contra

Google und User wollen anhand der URL verstehen, um was es auf der Seite geht. Eine sprechende URL weckt Interesse und schafft Vertrauen.

Schlecht dagegen sind kryptische oder dynamische URLs, hier verstehen sowohl Google als auch User nur Bahnhof:

http://www.beispiel.de/de_partner/p_28100/de.html

http://www.beispiel.de/artikel.php?language=de&inhalt=beispiel

 

Google will schnelle Ladezeiten – der User auch

Ja, auch das ist ein Google-Ranking-Faktor: Wie schnell oder langsam lädt eure Website? Google hat erneut die User-Brille auf: Fast 50 % der Nutzer erwarten Ladezeiten von maximal zwei Sekunden und 40 % der Besucher verlassen die Website, wenn sie länger als drei Sekunden lädt. Wartet ihr etwa gerne beim Surfen?

Tipp: Testet eure Ladezeiten mit Googles PageSpeed Insights.

Google will Breadcrumbs – der User auch

Breadcrumbs ist die englische Bezeichnung für "Brotkrümel". Eine Breadcrumb-Navigation hilft dem User, sich auf der Website zu orientieren. Benannt ist sie nach Hänsels und Gretels Idee, Brotkrümel hinter sich zu streuen, um wieder nach Hause zu finden.


Beispiel thomann.de: Oberhalb der Headline "Jazz-Modelle" seht ihr eine
Breadcrumb-Navigation (für eine größere Ansicht auf das Bild klicken).

Fazit: User-Brille aufsetzen!

Ich will es bei diesen drei Beispielen belassen, es gäbe deutlich mehr. Und wie die drei genannten haben sie alle nichts mit Geheimwissenschaften oder Raketentechnik zu tun, sondern mit Einfühlungsvermögen und Benutzerfreundlichkeit.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Eine XML-Sitemap ist ein für den User unsichtbares Inhaltsverzeichnis eurer Website. Für die Google-Indexierung ist sie trotzdem Gold wert und deshalb ein wichtiger OnPage-SEO-Faktor.

Ansonsten gilt: Setzt die User-Brille auf. Mensch und Google werden es euch danken. ;-)

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Mathias Sauermann

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