Angeklickt: Das weiß Google über euch

Jederzeit für euch abrufbar: Der Suchmaschinenriese sagt euch bereitwillig selbst, was er über euch weiß. In diesem Artikel findet ihr acht Links, mit denen ihr das ganz leicht checken könnt.

Google tut gut daran, sich transparent zu geben: In Zeiten höchster Datenschutzsensibilität sollte man seine Zielgruppe nicht vegraulen. In diesem Punkt ist die Truppe aus Mountain View deutlich weiter als Facebook: Letztere stolpern durch ihre Unternehmenskommunikation und geben sich nerdig-verschlossen.


Google-Datenschutz: So kontrolliert ihr eure Daten
Google is watching you.
(Eye I. By Thomas Tolkien von Thomas Tolkien unter CC BY 2.0)

Google gibt sich kommunikativer: Die folgenden Links ermöglichen es euch, eure Daten zu kontrollieren. Info vorab: Ihr müsst in eurem Google-Konto angemeldet sein, um die Auswertungen sehen zu können.

Et voilà – das weiß Google über euch:

1. Eure Google-Werbedaten

Unter dem folgenden Link zeigt euch Google, wie es euch als Werbezielperson sieht. Unter anderem folgende Daten erhebt der Konzern:
  • euer Geschlecht
  • euer Alter
  • eure Interessen
  • von euch blockierte Werbekampagnen
  • eure Deaktivierungseinstellungen
> Hier geht es zu euren Google-Werbedaten (sollte hier eine Google-Umleitung namens "302 Moved" verbaut sein, bitte nach dem Klick nochmal auf das "here" klicken).

Ein Datenlieferant für diese Auswertungen ist Google Analytics: ein Web-Controlling-Tool, das auf äußerst vielen Websites das Besucherverhalten misst – auch eures. Ihr wollt das nicht? Dann könnt ihr euch hier ausklinken:

> Ich möchte nicht von Google Analytics erfasst werden.


Googleplex: Das Google-Hauptquartier in Kalifornien.
Das Google-Hauptquartier "Googleplex" in Mountain View, Kalifornien.
(Googleplex von Robbie Shade unter CC BY 2.0)

2. Google weiß, wo ihr seid und wo ihr wart

Ihr nutzt auf eurem Smartphone Googles Betriebssystem Android? Dann speichert das große G eventuell euren Standortverlauf. Checken könnt ihr das hier:

> Euer Standortverlauf bei Google.

Tipp: Ob euer Smartphone Google eure Standorte übermittelt, könnt ihr in eurem Schlauphone einstellen.

3. Google weiß, was ihr letzten Sommer gesucht habt

Jede Suchanfrage und jeder Klick auf eine Werbeanzeige: Google merkt sich eventuell alles. Warum? Weil euch die Suchmaschine relevante Ergebnisse liefern will, basierend auf eurem bisherigen Suchverhalten.

Beispiel: Euer Blogger ist Gitarrist und besucht gerne die Websites von Gitarrenherstellern. Habe ich mein Google-Webprotokoll aktiviert und gebe "Marshall" bei Google ein, ahnt die Suchmaschine: Der Mathias sucht Treffer zu dem Gitarrenverstärker-Hersteller namens Marshall. Und nicht nach einer Person gleichen Namens oder gar einem militärischen Oberbefehlshaber.

Was Google zu eurem Suchverhalten gespeichert hat, erfahrt ihr unter dem folgendem Link. Hier könnt ihr auch euer Webprotokoll deaktivieren:

> Eure Suchhistorie bei Google.

4. Euer Google-Privatsphären-Report

Google bietet euch eine Überblickseite, mit der ihr eure gesamten Google-Kontoaktivitäten prüfen könnt.

> Zum Google-Konten-Dashboard.


Die Google-Deutschlandzentrale in Hamburg.
Der Eingangsbereich der Google-Deutschlandzentrale in Hamburg.
(Google Deutschland Hamburg von Thomas Cloer unter CC BY-SA 2.0)

5. Wer nutzt eure Google-Daten?

Smartphones, Kalender, Spiele, Apps: Welche externen Geräte und Dienste auf eure Google-Daten zugreifen, seht und steuert ihr hier:

> Anwendungen, Websites und Geräte, die auf euer Google-Konto zugreifen.

6. So archiviert ihr eure Google-Daten

Ein kompletter Export eurer Google-Daten ist hier möglich:

> Kopie euer Google-Daten herunterladen.

7. Euer YouTube-Suchverlauf

Yep, auch YouTube gehört Google. Euren gesamten Suchverlauf auf dem Videoportal könnt ihr hier checken (und gegebenenfalls löschen):

> Euer Youtube-Suchverlauf.

Fazit: Datenschutz? Selbst ist der User!

Nochmal zur Erinnerung: Die hier vorgestellten Links sind keine von Edward Snowden enthüllten Geheimdokumente. Google selbst ermöglicht diese Datenkontrolle. Aktiv werden müsst ihr allerdings selbst.

Deshalb: Take good care of your data. ;-)

Quellen:

Kommentare

Mathias Sauermann

Mathias Sauermann
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