Landingpage-Optimierung: So wird der User zum Käufer

Wer auf eine Google-Anzeige oder einen Werbe-Banner klickt, ist an dem Angebot interessiert. Dass aus anfänglichem Interesse mehr wird, ist die Aufgabe von Landingpages.

Eine Landingpage (zu Deutsch "Zielseite", "Landeseite" oder "Einsprungseite") ist eine Webseite, die ihr extra für eine Online-Werbekampagne erstellt habt. Auf ihr "landet" ein User, der zuvor eure Google-Werbeanzeige, euren Werbe-Banner oder euren Newsletter-Link geklickt hat.


Typischer Aufbau einer Landingpage.
Typischer Aufbau einer Landingpage.
(The perfect landing page von Gavin Llewellyn unter CC BY 2.0)

Ob Kauf, Download, Newsletter-Abo oder Adressdateneingabe – die Landingpage will dafür sorgen, dass ein Interessent die vom ursprünglichen Online-Werbemittel gewünschte Aktion durchführt. Fachausdruck für diesen Vorgang: Conversion.

Landingpage: Das sollte sie bieten

Hat der User geklickt und ist auf eurer Landingpage gelandet, bleiben euch nur wenige Sekunden, ihn oder sie zu überzeugen. Landingpages können sehr unterschiedlich gestaltet sein, gewisse Elemente haben sich jedoch in allen Fällen etabliert (siehe auch Bild oben):
  • Logo,
  • Überschrift,
  • Teaser-Text,
  • ein Bild/Video, das das beworbene Produkt oder die beworbene Dienstleistung zeigt,
  • Vorteilsargumentation (was sind die Pluspunkte eures Produkts / eurer Dienstleistung),
  • das Alleinstellungsmerkmal eures Produkts / eurer Dienstleistung (was bietet ihr, was sonst niemand bietet?),
  • Kosten-/Preis-Info,
  • konkrete und deutliche Handlungsaufforderung (Call-to-Action, z. B. "Jetzt kaufen!" oder "Ja, das will ich!"),
  • Trust-Elemente (= vertrauenserweckende Elemente, zum Beispiel Siegel wie "Trusted Shop" oder ein TÜV-Zertifikat),
  • Testimonials: Zitate von (prominenten oder nicht-prominenten) Personen, die euer Angebot bereits nutzen und happy damit sind (vgl. Mr. Clooney & Nespresso). 

Landingpage: eine Checkliste

Die Kunst besteht darin, den User auf eine erfolgreiche "Kaufreise" zu schicken: vom ersten Interesse, über den Klick, das Erreichen der Landingpage, bis hin zur abschließenden Aktion (Kauf/Download/Dateneingabe etc.).

Für die Landingpage bedeutet das: Sie muss den User abholen und weiterführen. Hier müssen Text, Bild und Webdesign so gut zusammenspielen, dass am Ende der alles entscheidende Klick stattfindet.

Eine Landingpage-Checkliste:

➧ Sprachlich und optisch muss sie nah an dem Werbeelement sein, von dem der User kam: Hat der User das Gefühl, falsch rausgekommen zu sein, ist er ganz schnell wieder weg.

➧ Gestaltet sie übersichtlich, leicht erfassbar und leicht verständlich. Zu viel Text und ablenkende Elemente lassen den User seine "Reise" eher abbrechen.

➧ Gestaltet sie glaubwürdig, vertrauenserweckend und transparent. Kaufinteressenten wollen überzeugt werden.

➧ Verzichtet auf "Fluchtmöglichkeiten": Jeder extra angebotene Link ist ein Konkurrent zum "Kaufknopf" der Landingpage.

So messt ihr den Erfolg eurer Landingpage

Testen, testen, testen: Legt mehrere Varianten an und nutzt A/B-Split-Tests (auch Split-Run-Tests genannt):

Spielt vergleichbaren Gruppen von Testpersonen zwei verschiedene Landingpage-Versionen aus und analysiert, welche Version besser konvertiert (= aus mehr Interessenten Käufer macht). Optimiert und testet stetig weiter, es lohnt sich!


A/B-Split-Tests optimieren Landingpages.
A/B-Split-Tests sind bei Landingpages Pflicht.
(Split Testing von Jerry Nihen unter CC BY 2.0)

Wie gut oder schlecht eure Landingpage konvertiert, sagen euch Web-Analytic-Tools (Tipp: Mit >Piwik und >Google Analytics gibt es zwei sehr gute kostenlose Lösungen). Bitte bei allen Lösungen stets den Datenschutz beachten.

Diese Tools sagen euch

➧ wer von welchem Werbemittel (Google-Anzeige, Werbe-Banner, Newsletter-Link etc.) auf eure Landingpage kam,

➧ und was er/sie dort gemacht hat (oder eben nicht).

Ziel ist es, den User sagen zu lassen: "Hier bin ich richtig!" – und eben nicht: "Wo bin ich denn hier gelandet?". ;-)

Quellen und Link-Tipps:

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Mathias Sauermann

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