Was ist eigentlich Open Source?

Kostenlose Programme, die genauso gut sind wie kostenpflichtige? Ja, die gibt es. Sie entstammen dem Open-Source-Universum und ihr könnt sie sofort einsetzen. Haken? Keiner. Nutzen? Groß.


Was bedeutet Open Source?
(Open Source von opensource.com unter CC BY-SA 2.0)

Auf der einen Seite gibt es herstellergebundene Software, auch bekannt als proprietäre Software (von lat. proprius > "eigen", "ausschließlich"). Der Hersteller schreibt den Nutzern vor, inwieweit sie die Software weiterverwenden, ändern oder anpassen dürfen.

Beispiele für proprietäre Software sind das Microsoft-Office-Paket (Word, Excel, PowerPoint etc.) sowie Adobe Photoshop. Wer sie nutzen will, muss dafür zahlen.

Wirtschaftswissenschaftler sprechen vom Lock-in-Effekt: Nutzer proprietärer Software sind "eingeschlossen" (locked in) – in die Software-Vorgaben des Herstellers und sein Angebot.

Auf der anderen Seite gibt es Open-Source-Software. "Open source" bedeutet "offene Quelle", was sich auf den Quellcode eines Programmes bezieht: Der Quellcode (auch Quelltext genannt) ist der für Menschen lesbare, in einer Programmiersprache geschriebene Text eines Computerprogrammes. Sozusagen der "Bauplan" einer Software.

Bei Open-Source-Software ist dieser Bauplan frei verfügbar. User können – wenn sie wollen – das Programm beliebig verändern, weitergeben und verbessern. Open-Source-Programme sind in aller Regel kostenlos.

Warum gibt es das Open-Source-Universum?


Die Open-Source-Idee.
(Open Source Stars von opensource.com unter CC BY-SA 2.0)

Freier Austausch von Wissen und Gedanken – das ist die Open-Source-Philosophie.

Wunsch und Ziel ist es, dass sich Software durch diese Offenheit evolutionär weiterentwickeln kann.

Wann darf sich Software "Open Source" nennen?

Der Kriterienkatalog:

➧ User dürfen das Programm unbeschränkt einsetzen.

➧ User dürfen studieren, wie das Programm arbeitet, und es anpassen und verbessern.

➧ Der Quelltext muss für Menschen lesbar und verständlich sein.

➧ User dürfen das Programm weitergeben.

Ist Open-Source-Software sicher?

Ja, ist sie. Weltweit können Programmierer Open-Source-Software einsehen, kontrollieren und verbessern.

Diese permanente Qualitätskontrolle macht Open-Source-Lösungen mindestens genauso sicher wie proprietäre Software.

Ist Open Source wirtschaftlich?

Ja, denn:

Für ein Unternehmen kann sich ein Open-Source-Projekt finanziell lohnen – mehr als eine Eigenentwicklung oder der Kauf fertiger Software.

Bezieht sich Open Source nur auf Software?

Open Source ist mittlerweile weitaus mehr, es bezieht sich auch auf Wissen und Information allgemein. Zwei Beispiele:

➧ Wikipedia bietet freien Inhalte (Open Content).

➧ Die Creative-Commons-Lizenzen machen Open Content frei nutzbar (zum Beispiel Bilder).

Open-Source-Software, die euch gefallen wird


Empfehenswerte Open-Source-Programme.
(Open Source Prescription von opensource.com unter CC BY-SA 2.0)

Zum Schluss eine Auswahl toller kostenloser Open-Source-Programme.

Wichtiger Hinweis: Bitte ladet Software prinzipiell nur von vertrauenswürdigen Websites herunter. Neben den offiziellen Anbieterseiten sind das zum Beispiel Plattformen wie chip.de.

Office-Programme (als Alternative zu Word, Excel, etc.):

Bildbearbeitung
(als Alternative zu Photoshop):

Media-Player:


Seitenlayout-Programm
(als Alternative zu InDesign):

Audio-Bearbeitung:


Content Management Systeme (CMS):

Betriebssysteme
(als Alternative zu Windows):

...Open Source? Gefällt mir! ;-)

Kommentare

Mathias Sauermann

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