LinkedIn: Welche B2B-Marketing-Tools bietet die Business-Plattform?

Das weltweit größte soziale Netzwerk für Geschäftskontakte wächst weiter: Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt LinkedIn immer mehr Mitglieder. Wie ihr das Online-Netzwerk für euer B2B-Marketing nutzen könnt, zeigt euch dieser Beitrag.



Die B2B-Marketing-Tools auf LinkedIn.
(Business unter CC0 1.0)


Seinen Hauptsitz hat das 2002 gestartete LinkedIn im Silicon Valley. Es ist in über 20 Sprachen verfügbar und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter in rund 30 Büros weltweit. Derzeit zählt das Netzwerk rund 470 Millionen Mitglieder in über 200 Ländern – in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sind es rund neun Millionen.

Im dritten Quartal 2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 960 Millionen US-Dollar. Aktuell (Ende 2016) belegt LinkedIn Platz 22 der weltweit meistbesuchten Websites.

Ähnlich wie Xing ermöglicht es der US-Player seinen Nutzern, geschäftlich zu netzwerken. Er bringt als Vertreter der Plattform-Ökonomie datenbasiert Angebot und Nachfrage zusammen. Während Xing bewusst den deutschsprachigen Raum fokussiert, orientiert sich LinkedIn weltweit.


Statistik: Ranking ausgewählter Länder nach der Anzahl der registrierten LinkedIn-Mitglieder im Jahr 2016 (in Millionen) | Statista
Mehr Statistiken findet ihr bei Statista.


Daraus ergibt sich ein weiterer Unterschied:

➤ Xing reflektiert meist die in deutschsprachigen Ländern (noch) vorherrschende, sprichwörtliche Einstellung "Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps".

➤ LinkedIn zeigt sich als US-Player deutlich lockerer: Hier springen euch mitunter spaßige Bilder und Fotos entgegen, was der Plattform den Beinamen "Business-Facebook" einbrachte.

Doch es dominiert das Geschäftliche: LinkedIn bietet einige Tools für euer B2B-Marketing. Und die schauen wir uns jetzt an.

1. Content Marketing & Werbung auf LinkedIn

Ihr könnt bei dem US-Anbieter sehr genau eure Zielgruppe definieren: nach Position, Tätigkeitsbereich, Branche, Unternehmensgröße und Karrierestufe.

LinkedIn bietet zwei Abrechnungsmodelle:
  • Cost-per-Mille (CPM, zu Deutsch Tausend-Kontakt-Preis oder TKP): Ihr zahlt für die Einblendung eures Beitrags oder eurer Anzeige.
  • Cost-per-Click (CPC): Ihr zahlt pro Klick, aber nichts für die Einblendung.

Kommen wir zu den B2B-Marketing-Features auf LinkedIn:

Sponsored Content: Eure Beiträge erscheinen als Native Advertising (= Werbung im natürlichen Umfeld) im Newsfeed der von euch ausgewählten Zielgruppe. Die Posts wirken wie redaktionelle Beiträge, einzig gekennzeichnet durch den Zusatz "Gesponsert".

Sponsored Content auf LinkedIn.
Sponsored Content auf LinkedIn (für eine größere Ansicht bitte in das Bild klicken).


Textanzeigen: Diese erscheinen bei LinkedIn in der rechten Sidebar.

Textanzeigen auf LinkedIn.
Textanzeigen auf LinkedIn.


Sponsored InMail: Hier verschickt ihr eure Content-Marketing-Botschaften innerhalb des LinkedIn-Messengers direkt an eure Zielgruppe.

Dynamic Ads: Dieses Format ermöglicht es euch, Mitglieder in der rechten Sidebar personalisiert anzusprechen.

Dynamic Ads auf LinkedIn.
Dynamic Ad mit eurem Blogger als angesprochene Zielperson.


Display Ads: Ebenso könnt ihr klassische Banner-Werbung in der rechten Sidebar schalten.


Soweit die Content-Marketing- und Werbe-Möglichkeiten auf LinkedIn. Alle Infos findet ihr auch dort:

2. LinkedIn-Lösungen für den Vertrieb

Über die Premium-Mitgliedschaft "Sales Navigator" bietet euch die B2B-Plattform für knapp 60 Euro im Monat folgende Vertriebs-Features:

➤ Nicht-Kontakte via InMail anschreiben

➤ Informationen zu Unternehmen (Sales Insights)

➤ Erweiterte Suchfunktionen, um Entscheider zu finden (Lead Builder)

➤ Eine Liste eurer Profilbesucher der letzten 90 Tage

➤ Uneingeschränkte Personensuche


Alle Infos findet ihr auf LinkedIn:

B2B-Marketing @ LinkedIn: Die Vor- und Nachteile

➤ Pro: Als B2B-Unternehmen habt ihr auf LinkedIn deutlich weniger Streuverluste als auf Facebook & Co. Dank des detaillierten Targetings könnt ihr sehr genau bestimmen, wer eure Marketing-Botschaften bekommen soll. Die Abrechnungsmodelle und Erfolgsauswertungen ermöglichen ein sehr genaues Controlling.

[Update Mai 2017]: LinkedIn bietet mittlerweile auch spannende B2B-Retargeting-Möglichkeiten.

➤ Contra: Momentan springt das Netzwerk munter zwischen deutschen und englischen Info-Seiten hin und her. Das verwirrt und dürfte Interessierte mit weniger guten Englischkenntnissen ausbremsen. Und: Die LinkedIn-Tools sind relativ teuer.

Heißt unter dem Strich: Ob sich die B2B-Marketing-Tools von LinkedIn für euch rentieren, kann euch nur die Praxis sagen. Ich halte es für einen lohnenswerten Ansatz.

Ihr nutzt das B2B-Netzwerk bereits? Dann lasst mich bitte wissen: Wie sind eure Erfahrungen mit LinkedIn?


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Kommentare

Mathias Sauermann

Mathias Sauermann
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