Xing: So nutzt ihr die Business-Plattform für euer B2B-Marketing

Ende 2016 gibt es rund elf Millionen Xing-User in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einst mit dem Schwerpunkt "Karriere & Recruiting" gestartet, bietet der Social-Media-Player mittlerweile einige B2B-Marketing-Tools. Eine Übersicht.


Xing als B2B-Marketing-Tool einsetzen.
(Business unter CC0 1.0)

Was heißt B2B? B2B ist die Abkürzung für Business-to-Business und bezeichnet geschäftliche Beziehungen zwischen Unternehmen. Haben dagegen Unternehmen und Privatpersonen miteinander zu tun, spricht man von Business-to-Consumer (B2C).

Xing bringt als Vertreter der Plattform-Ökonomie Angebot und Nachfrage zusammen. Die User präsentieren sich in einem reinen Business-Licht und vernetzen sich mit anderen Mitgliedern und Unternehmen.

Auch wenn der US-Konkurrent LinkedIn weltweit deutlich die Nase vorn hat: Xing zählt in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) Ende 2016 mehr Mitglieder als der Wettbewerber aus Übersee.

Der Umsatz der AG betrug 2015 zirka 123 Millionen Euro, das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 850 Mitarbeiter. Hauptaktionär ist der deutsche Medienkonzern Hubert Burda Media (u. a. Focus, Elle, Playboy, Chip, Huffington Post).

2016 begann Xing, verstärkt B2B-Marketing-Tools einzuführen. Und die schauen wir uns jetzt genauer an:

1. Xing-Business-Seiten für Vertrieb & Marketing

Die klassischen Xing-Unternehmensseiten konzentrieren sich auf das Recruiting: Hier sollen und wollen sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber präsentieren.

Die neuen Business-Seiten dagegen präsentieren die Produkte und Services eines Unternehmens und sollen helfen, neue Kunden zu gewinnen:


Die Xing-Business-Seiten.
(Für eine größere Ansicht bitte ins Bild klicken)


➤ Business-Seiten sind in der Basisversion gratis, die Profi-Variante kostet zwischen 149 Euro und 199 Euro pro Monat (inkl. Budget für Werbeanzeigen).

➤ Als Seiten-Admin seht ihr, welche Xing-Mitglieder euren Auftritt besucht haben und ihm folgen (was aus vertrieblicher Sicht eine nette Steilvorlage sein kann).

➤ Unternehmen können mehrere Business-Seiten parallel nutzen, zum Beispiel für verschiedene Geschäftsbereiche.

2. Native Advertising auf Xing

Xing-Ads könnt ihr vergleichen mit Facebook-Werbeanzeigen. Auch auf der Business-Plattform könnt ihr sehr genau definieren, was ihr bewerben wollt – zum Beispiel eure Website, euer Profil, eine Gruppe, einen Event oder eine Stellenanzeige:


Werbemöglichkeiten auf Xing.
Werbemöglichkeiten auf Xing (für eine größere Ansicht bitte ins Bild klicken).

Diese Anzeigen erscheinen im News-Stream anderer Mitglieder, die ihr ebenfalls sehr genau definieren könnt: nach Land, Alter, Geschlecht, Karrierestufe, Branche, Tätigkeitsfeld und Anzahl der Mitarbeiter des Unternehmens, in dem sie arbeiten.

Auch könnt ihr festlegen, wie lange die Xing-Anzeigen laufen sollen und was ihr maximal dafür bezahlen wollt. Die Anzeigenstatistik sagt euch, wer sie wie oft geklickt hat – was euch ebenfalls sehr gute Akquise-Chancen bietet.

Die Business-Plattform kennt zwei Abrechnungsmodelle:

➤ Cost-per-Click (CPC): Ihr zahlt nur, wenn ein User eure Anzeige geklickt hat. Ihr zahlt nichts für die Einblendung der Anzeige.

➤ Cost-per-Mille (CPM, im Deutschen auch bekannt als "1000er-Kontaktpreis"): Hier zahlt ihr für die Einblendung der Anzeige, unabhängig von Klicks.

Das Xing-Werbemodell orientiert sich am Native Advertising (= Werbung im natürlichen Umfeld): Eure Anzeige fügt sich optisch harmonisch ins Gesamtlayout ein – einzig gekennzeichnet durch den unscheinbaren Zusatz "Gesponsert".

Native Advertising auf Xing.
Native Advertising auf Xing: Der obere Post ist bezahlte Werbung (siehe Zusatz "Gesponsert"), der untere Post ist organisch (da freiwillig und kostenlos abonniert).


3. Xing-Marketing-Solutions

Auf konkrete Anfrage eurerseits bietet das Business-Netzwerk spezielle Marketing-Lösungen. Eine Übersicht:

➤ Sponsored Mailings: Xing bietet euch seine Newsletter-Verteiler, damit ihr sie für eure Stand-Alone-Mailings nutzen könnt.

➤ Sponsored Articles: Eure redaktionelle Marketing-Botschaft erscheint in den Branchen-Newslettern und auf der News-Seite.

➤ Alle Features findet ihr direkt auf Xing.

Fazit: B2B-Marketing auf Xing – lohnt sich das?

Diese Frage kann euch nur die Praxis beantworten. Ich halte es zumindest für einen lohnenswerten Ansatz, wenn ihr eine B2B-Zielgruppe in der Region Deutschland-Österreich-Schweiz habt:

➤ Verglichen mit anderen Social-Media-Plattformen wie Facebook habt ihr auf Xing als B2B-Unternehmen deutlich weniger Streuverluste.

➤ Kombiniert mit einer Premium-Mitgliedschaft könnt ihr bei jeder Marketing-Aktivität auf Xing vertrieblich nachfassen: Ihr seht alle wichtigen Angaben interessierter Mitglieder (Name, Job-Titel, Unternehmen, Telefon/E-Mail) und könnt direkt Kontakt aufnehmen.

➤ Ihr habt die komplette Kosten- und Erfolgskontrolle: Das macht das Ganze deutlich attraktiver als zum Beispiel eine von massiven Streuverlusten geplagte Printanzeige in einem Magazin.

➤ Und: Auf Xing scheitert ihr an keinem Vorzimmer, sondern habt den direkten Draht zum Entscheider bzw. zur Entscheiderin.

Soweit die B2B-Marketing-Möglichkeiten auf Xing: Lasst mich bitte wissen: Wie waren und sind eure Erfahrungen mit Xing?


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Kommentare

Mathias Sauermann

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