Plattform-Ökonomie: Die digitalen Alphatiere auf einen Blick

Digitale Plattformen wie Google, Facebook, Amazon oder Airbnb bringen datenbasiert Angebot und Nachfrage zusammen. Dieses Geschäftsmodell ist derart bedeutsam geworden, dass man von einer Plattform-Ökonomie spricht. Fünf globale Player stehen am oberen Ende dieser digitalen Nahrungskette.


Plattform-Ökonomie: die digitalen Weißen Haie
(Shark unter CC0 1.0)

Digitale Plattformen: Von Weißen Haien, Schwertfischen & Piranhas

Das Portal Statista unterscheidet in seinem Dossier "Digital Economy Compass" drei Vertreter der Plattform-Ökonomie:

1. Digitale Weiße Haie:
Sie stehen an der Spitze der digitalen Nahrungskette und verfügen über ein großes sowie breit gefächertes Produktportfolio. Auch besitzen sie ein gigantisches Vermögen.

Vertreter: Google/Alphabet, Amazon, Facebook, Apple, Alibaba Group.

2. Digitale Schwertfische:
Sie sind groß, schnell und werden selten gefressen. Es handelt sich um einige wenige, branchenprägende Unternehmen.

Ihre Produkte gehen spezifisch in die Tiefe (nicht in die Breite wie die der digitalen Weißen Haie). Die digitalen Schwertfische erreichen jetzt schon Spitzenwachstum.

Vertreter: Airbnb, Uber, Netflix, Zalando.

3. Digitale Piranhas:
Sie sind klein und aggressiv. Es sind produktspezifische Anbieter in einem großen und produktzentrierten Wettbewerb. Spitzenwachstum wird noch nicht erreicht.

Vertreter: unter anderem Slack (Online-Kommunikations- und Kollaborations-Plattform für Arbeitsgruppen).

Wie viel Geld verdienen die Plattform-Alphas?

Umsatz 2016 in Milliarden US-Dollar:
  • Apple: 215
  • Amazon: 136
  • Google/Alphabet: 90  
  • Facebook: 28

Nettogewinn 2016 in Milliarden US-Dollar:
  • Apple: 46
  • Google/Alphabet: 19,5
  • Facebook: 10
  • Amazon: 2,5

Plattform-Ökonomie: Wo jagen die digitalen Weißen Haie?


Wo jagen die digitalen Weißen Haie?
(Ocean unter CC0 1.0)

Eine Auswahl:

1. Künstliche Intelligenz:
  • Google: Assistant
  • Amazon: Alexa
  • Facebook: Jarvis
  • Apple: Siri

2. Hardware:
  • Google: Pixel, Chromecast, Nest
  • Amazon: FireTV, Kindle, Echo
  • Facebook: Oculus
  • Apple: iPhone, iPad

3. Kommunikation & Messaging:
  • Google: Google+
  • Amazon: -
  • Facebook: Messenger, WhatsApp
  • Apple: iMessage

4. Digital Media & Entertainment:
  • Google: Google Play, YouTube
  • Amazon: Prime
  • Facebook: facebook.com/gameroom
  • Apple: iTunes

5. Online-Handel:
  • Google: Shopping
  • Amazon: Amazon.com, AmazonFresh
  • Facebook: Buy-Button
  • Apple: Store

6. Werbung:
  • Google: AdWords, AdSense, DoubleClick
  • Amazon: Advertising
  • Facebook: Business
  • Apple: Search Ads

Das größte digitale Produktportfolio bietet dabei Google/Alphabet (siehe Gesamtpräsentation unten, Folie 43).

Google & Co. in China ganz klein

All diese beeindruckenden Zahlen gelten für die westliche Welt. Im aufstrebenden ostasiatischen Raum sind Google, Amazon, Facebook & Co. mitunter kleine Fische.

Marktanteile westlicher Digital-Größen in China:
  • Google: 1,45 % im Suchmaschinensektor
  • Amazon: 0,8 % im E-Commerce-Sektor
  • ebay: kompletter Rückzug aus dem chinesischen Markt
  • Facebook, Twitter & Snapchat: in China verboten
  • Paypal: 0,0001 % bei E-Commerce-Transaktionen

An der Spitze der digitalen Nahrungskette stehen in Ostasien mächtige chinesische Plattformen, die expandieren wollen: Alibaba, Tencent und Baidu.

Plattform-Ökonomie: Hier gibt es mehr Infos

Quelle meines Beitrags ist das spannende Dossier "Digitale Economy Compass" von Statista.

Das komplette Dossier könnt ihr unten einsehen oder auf statista.com herunterladen. Ab Folie 30 findet ihr noch mehr Wissenswertes zum Thema Plattform-Ökonomie.


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Mathias Sauermann

Mathias Sauermann
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