SEO-Trends 2018: So verändert sich Seite 1 bei Google

Ob am Desktop-Rechner oder auf dem Smartphone: Wenn wir googeln, liefert uns die Suchmaschine Ergebnis-Seiten. Aus welchen Treffertypen sich Seite 1 mittlerweile zusammensetzt, haben die SEO-Experten von Searchmetrics untersucht. Vorhang auf!

Entwicklung der Google-Suchergebnis-Seiten
(Browser unter CC0 1.0

"Universal search 2018 – it's a mobile world" lautet der Titel der Studie. Die universelle Suche (Universal Search) liefert Google-Ergebnisse, die zusätzlich zu reinen Textlinks weitere Medien bieten, unter anderem:
  • Bilder
  • Videos
  • Maps
  • News
  • Shopping-Ergebnisse
Ein Beispiel anhand des Suchbegriffs "Australien" (zum Vergrößern bitte in das Bild klicken):
Die Universal Search bei Google

Searchmetrics analysierte für das Jahr 2017 die deutschen Google-Suchergebnis-Seiten zu 500.000 Keywords. Hier kommen einige spannende Erkenntnisse:

Google-Suchergebnis-Seiten 2017

➤ Google beantwortet immer öfter Suchanfragen selbst: Dies geschieht mittels des Knowledge Graph (= aus verschiedenen Quellen aufbereitete Suchergebnisse zu Themen, Personen oder Orten).

Die Wissensdatenbank des Knowledge Graph liefert auf Googles Suchergebnis-Seiten zum Beispiel Ergebnis-Boxen oder Direktantworten (Feature Snippets). Letztere sind auch die Grundlage für Googles gesprochene Antworten bei mündlichen Suchanfragen auf dem Smartphone (Voice Search).

Beispiel Ergebnis-Box (mobil): ↓

Eine Google-Ergebnis-Box


Beispiel Feature Snippet / Direct Answer (Desktop): ↓

Feature Snippet bzw. Direct Answer bei Google

➤ Klassische organische Ergebnis-Links werden weniger: Ein blauer klickbarer Link, darunter zwei bis vier Zeilen Text – 2017 gab es auf Seite 1 durchschnittlich nur noch 8,5 solcher klassischen Suchergebnisse am Desktop und 8,1 auf dem Smartphone.

➤ Bilder-Integrationen werden weniger: Verglichen mit 2016 waren es 2017 rund zehn Prozent weniger Keywords, die Bilder-Treffer auslösten.

➤ Google-AdWords-Keywords rückläufig: 2017 boten 8 % (-13 % zum Vorjahr) der Desktop-Ergebnisse und 21 % (-17 % zum Vorjahr) der mobilen Suchergebnisse eine AdWords-Anzeige oberhalb der organischen Ergebnisse.

➤ AMP auf dem Vormarsch: Accelerated Mobile Pages (AMP) basieren auf einer speziell für Smartphones entwickelten HTML-Variante. Mobile Webseiten mit solch einem Code laden äußerst schnell. AMPs tauchten 2017 in 20 % aller organischen Ergebnisse auf, innerhalb von News-Integrationen waren es 77 %.

In den Google-Treffern erscheinen AMPs mit einem grauen Kreis, in dessen Mitte sich ein weißes Blitz-Symbol befindet (zum Vergrößern bitte in das Bild klicken):

Accelerated Mobile Pages (AMP) als Google-Treffer

➤ YouTube dominiert die Video-Integrationen: 2017 stammten 91 % der in den Google-Suchergebnis-Seiten integrierten Videos von der Plattform YouTube, einer Google-Tochter.

Es gibt mittlerweile hunderte Universal-Search-Integrationen. Eine Auswahl:
  • Karussell
  • Kino-Spielzeiten
  • Lyrics
  • Währungsrechner
  • Aktienkurse
  • "Andere suchten nach"
  • Google Flüge
  • Verkehr
  • Wetter
  • Umrechner
  • Übersetzer
  • Sehenswürdigkeiten

Fazit: Der Kampf um die Google-Sichtbarkeit wird härter


SEO-Trends 2018: Worauf kommt es an?
(SEO unter CC0 1.0)

Wer künftig bei Google gut sichtbar sein möchte, sollte neben hochwertigem Content folgende Aspekte berücksichtigen:

Voice Search: User stellen Suchanfragen mündlich (auf dem Smartphone) anders als schriftlich (am Desktop). Beispiel: "Wann öffnet der Starbucks am Hauptmarkt?" (gesprochen) statt "Öffnungszeiten Starbucks Hauptmarkt" (getippt).

AMP zu nutzen, kann ein Vorteil bei der mobilen Suche sein.

Um ein Feature Snippet zu ergattern, braucht es eine prägnante, verständliche und korrekte Antwort zu einer konkreten Suchanfrage. Zudem liefert Google diese Direct Answers nur von Webseiten aus, die es als hochwertig und vertrauenswürdig einstuft.

Strukturierte Daten sind ein Kann, um Google das Verstehen von Webseiten-Inhalten zu erleichtern, und ein Muss, um als als angereicherter Suchtreffer (Rich Snippet) zu erscheinen. Mit dem Data Highlighter bietet Google ein Tool, das es auch Laien ermöglicht, Daten auszuzeichnen.

Wer mit Bildern in der Google Universal Search sichtbar sein will, muss diese optimieren (gute Qualität bei schlanker Größe, ALT-Texte, passender thematischer Kontext, selbsterklärender Dateiname).

Auch wenn sich die Google-Suchergebnis-Seiten stetig verändern, bleibt die Marschroute für Webseiten-Betreiber klar: Wer bei Google sichtbar sein will, muss hochwertigen, ganzheitlichen Content bieten.

Vergesst bei all dem aber bitte die SEO-Basics nicht: Dass viele Unternehmen ihre Hausaufgaben nicht machen, zeigt diese 2016er SEO-Studie von SEMrush.

Lasst es mich wissen: Wohin geht eurer Meinung nach die SEO-Reise?

Quelle & Link-Tipp:

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Mathias Sauermann

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