Social Media: So promotet ihr euren YouTube-Content auf anderen Plattformen

Video-Portal und zweitgrößte Suchmaschine der Welt: Die Google-Tochter YouTube gehört in jeden Online-Marketing-Mix. Wer Abonnenten für seinen Kanal gewinnen will, sollte seinen YouTube-Content auch in anderen Netzwerken präsentieren.



Zeigt euren YouTube-Content auch auf anderen Plattformen.
(film unter CC0 1.0)

YouTube @ Facebook

Facebook bietet euch mehrere Möglichkeiten, euren Video-Content zu promoten:


1. YouTube-Videos auf Facebook posten:

➧ YouTube-Videos via Link auf Facebook zu veröffentlichen geht schnell, ist aber mit Vorsicht zu genießen:

➧ Die Facebook-Nutzung ist äußerst flüchtig, eine Clip-Länge von mehr als 30 Sekunden langweilt die User.

➧ Kurze Clips könnt ihr direkt auf Facebook posten (immer mit zusätzlichem Link auf euren Kanal). Für längere Clips eignet sich die nächste Option.


2. Eigens für Facebook produzierte YouTube-Teaser-Clips:

➧ Aufwändig, aber lohnenswert:

➧ Eure (maximal 30-sekündigen), extra für die Facebook-Nutzung produzierten YouTube-Teaser-Clips könnt ihr direkt bei Facebook hochladen.

➧ Mit ihnen könnt ihr auf euren YouTube-Kanal aufmerksam machen und Facebook-User dorthin lotsen.

➧ Passend sind Formate, die euren YouTube-Content anteasern: zum Beispiel ein Making-of, Statements der am Video beteiligten Personen oder Trailer.

YouTube @ Instagram

Mit rund 10 Millionen Usern hat sich Instagram als soziales Netzwerk in Deutschland etabliert.

Unternehmen können die Bilder-Plattform nutzen, um ihre YouTube-Aktivitäten bekannter zu machen:

➧ Mit Instagram-Bildern und -Videos könnt ihr Hintergrundinfos zu eurem YouTube-Content bieten (Making of, Trailer, Bilder von der Videoproduktion, etc.).

➧ Bitte beachten: Instagram erlaubt einen Live-Link einzig in eurer Profilbeschreibung.

➧ Abseits davon könnt ihr in Instagram-Bildbeschreibungen und -Videos nur dazu aufrufen, euren Kanal zu besuchen – aber nicht direkt darauf verlinken.

➧ Instagram erweitert momentan (August 2016) massiv seine Marketing-Möglichkeiten für Unternehmen. Dranbleiben lohnt sich.

YouTube @ Xing & LinkedIn

Bitte beachten: Auf Xing und LinkedIn betretet ihr die B2B-Welt. Beide Plattformen eignen sich nicht für die Endkunden-Ansprache.

Wollt ihr dagegen mit euren YouTube-Videos Business-Kunden, Geschäftspartner oder neue Mitarbeiter erreichen, seid ihr hier richtig.

Exklusive Teaser-Videos müsst ihr für Xing und LinkedIn nicht produzieren. Beide Plattformen sind weniger flüchtig als die B2C-Netzwerke. Es reicht, eure bestehenden YouTube-Videos einzubinden oder auf sie zu verlinken.

Xing:

➧ Ihr könnt in euren Status-Updates auf euren YouTube-Content verlinken.

➧ Habt ihr eine eigene Unternehmensseite, könnt ihr hier eure Videos einbinden.

➧ Aktuell (August 2016) erweitert Xing seine Marketing-Möglichkeiten deutlich: Auch auf den neuen Business-Seiten könnt ihr mit euren YouTube-Videos arbeiten.


LinkedIn:

➧ Im Gegensatz zu Xing wirkt LinkedIn mitunter wie eine Business-Version von Facebook. Entsprechend lauter und bunter geht es hier zu.

➧ Dennoch auch hier der Rat: Bleibt in der B2B-Welt. Für eure Endkunden-Ansprache ist LinkedIn nicht geeignet.

➧ Ihr könnt eigene Beiträge auf LinkedIn verfassen und dort auch YouTube-Videos einbinden (und in Status-Updates natürlich auf diese verlinken).


YouTube-Content reichweitenstark streuen.
(camera unter  CC0 1.0)


YouTube @ Blog & Website

YouTube ermöglicht es euch, via Inlineframing (iframe) Videos leicht und schnell in eure Website oder euren Blog einzubetten.

Statt Tonnen von Megabyte in euer CMS stopfen zu müssen, könnt ihr so ressourcenschonend eure YouTube-Videos auf eurer Seite präsentieren. Einfach den Code-Schnipsel kopieren und in den Quelltext einfügen.

Solltet ihr fremde YouTube-Videos auf euren Seiten einbinden wollen, so beachtet bitte die jeweils geltende Rechtslage zum sogenannten Hotlinking.

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Soweit meine Empfehlungen, auf welchen Social-Media-Plattformen ihr euren YouTube-Content promoten solltet.

Bleibt eine Frage...

Was ist mit WhatsApp, Twitter, Snapchat, Google+, Pinterest & Co.?



Die Nutzung von Social-Media-Plattformen abwägen

(Scales unter CC0 1.0)

Manche Social-Media-Berater würden euch auffordern, euren YouTube-Content auf möglichst vielen Social-Media-Plattformen zu präsentieren....

...ich rate kleinen und mittelständischen Unternehmen davon ab: Was für große Unternehmen mit großen Marketing-Abteilungen noch machbar scheint, überfordert KMU massiv.

Goldene Regel: Lieber wenige zielgruppengenaue Social-Media-Plattformen richtig nutzen – als viele Netzwerke halbherzig, unregelmäßig und ineffizient.

Gerne erkläre ich, warum die folgenden Plattformen in meinen Augen nicht oder nur bedingt dazu taugen, euren YouTube-Content zu promoten.

Wichtig: Meine folgenden Einschätzungen beziehen sich auf August 2016 und auf Deutschland. Die Social-Media-Welt bewegt sich ständig, in einigen Monaten und in anderen Ländern kann die Situation ganz anders aussehen.


YouTube-Content mit WhatsApp promoten?

➧ Ob der Instant-Messenger WhatsApp prinzipiell für das Marketing geeignet ist, muss sich erst noch zeigen.

➧ Die meisten Unternehmen halten sich (noch) zurück.

➧ Auch rechtlich ist der Marketing-Einsatz von WhatsApp sehr unsicher: Die AGB untersagen jegliche kommerzielle Nutzung.

➧ Somit bleibt als möglicher Inhalt bislang nur werbefreier Content.

➧ Tipp: Wartet ab, wie sich das Thema WhatsApp-Marketing entwickelt. Bislang gibt es noch zu viele Fragezeichen.


YouTube-Videos auf Twitter?


➧ Fakt ist: Der ewige Aufstiegskandidat Twitter tut sich nach wie vor schwer.

➧ Die Zahl aktiver User konnte bislang nicht überzeugen.

➧ Mein Tipp: Abwarten und – wenn überhaupt – nur wenig Ressourcen investieren.


YouTube-Content mit Snapchat promoten?


➧ Snapchat ist ein ernstzunehmender Social-Media-Shooting-Star.

➧ Bei ihm ist jedoch auch noch unklar, wie gut er sich für das Marketing eignet.

➧ Meine momentane Empfehlung: Ist die Hauptzielgruppe eures YouTube-Contents sehr jung (14-25), solltet ihr erwägen, ihn auf Snapchat zu promoten.


YouTube-Inhalte auf Google+?


➧ Google+ ist eine digitale Geisterstadt – kann der Sichtbarkeit eures YouTube-Contents in den Google-Trefferlisten jedoch nicht schaden (auch wenn es sich um keinen offiziellen Ranking-Faktor handelt).

➧ Mein Tipp: Promotet euren YouTube-Content auf Google+ exakt so wie ihr es auf Facebook tut.

➧ Das reduziert den Google+-Aufwand, denn: Angesichts der äußerst mageren Zahlen aktiver Nutzer lohnt sich das Schwitzen auf Googles Social-Media-Plattform nicht wirklich...


YouTube-Content auf Pinterest?


➧ Pinterest lieferte sich als Bilder-Plattform einst ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Instagram.

➧ Mittlerweile ist es etwas still geworden um das Pinnwand-Netzwerk: Es verharrt in Deutschland auf einem Level, das es (noch) nicht zu den etablierten Playern zählen lässt.

➧ Tipp: Weiter beobachten – nichts überstürzen.

Fazit: Promotet euren YouTube-Content plattformübergreifend

Lasst eure Zielgruppe eure Videos finden: Wer seinen YouTube-Content nur auf YouTube präsentiert, verpasst viel Reichweite.

Deshalb solltet ihr auch andere Plattformen dafür einsetzen. Empfehlenswerte Kandidaten für euer YouTube-Marketing sind: Facebook, Instagram, eure Website/euer Blog sowie (bei einer B2B-Ausrichtung) Xing und LinkedIn.

Film ab und viel Erfolg!

Kommentare

Mathias Sauermann

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