Amazon Echo: Meine ersten drei Wochen mit Alexa

Der E-Commerce-Riese nennt seinen Digital-Assistenten für das Wohnzimmer kurzerhand Echo, die ihm innewohnende künstliche Intelligenz hört auf den Namen Alexa. Was das alles soll, kann und will? Euer Blogger hat's getestet.
 

Amazon Echo im Test.
Amazons Echo kurz vor dem Auspacken.

Echo und Alexa sind handlich, aber schwer: Zwar misst der wahlweise schwarze oder weiße Zylinder nur 24 Zentimeter, bringt dafür aber rund 1000 Gramm auf die Waage. Das Design ist eher bieder, Apple-Jünger werden verächtlich eine Augenbraue hochziehen ;-).

Amazons digitaler Assistent funktioniert sprachgesteuert, er hört auf eure Stimme. Sci-Fi-Fans werden sich sofort an Raumschiff Entreprise erinnert fühlen ("Computer?").

In Sachen Benutzerzfreundlichkeit hat Amazon alles richtig gemacht: Gerät und System sind schnell angeschlossen und mit dem heimischen WLAN verbunden. Und so wollte ich zunächst von Alexa wissen, was sie denn so alles drauf hat:

"Alexa, was kannst du alles?"





In der Grundausstattung bieten euch Echo/Alexa unter anderem Folgendes:
  • 360-Grad-Klang
  • Musik abspielen (Amazon Music, Spotify, u. a.)
  • Fragen beantworten, Nachrichten sowie Verkehrs- und Wetterinformationen vorlesen
  • Kalendereinträge vorlesen
  • Amazon-Bestellungen aufnehmen

In der Praxis sieht das dann so aus:




Skills: Echo & Alexa lernen stetig dazu

Spannend sind die sogenannten "Skills", die ihr über die kostenlose Alexa-App aktivieren könnt. Hier offerieren Drittanbieter immer wieder neue Features, zum Beispiel:
  • Smart-Home-Konfigurationen
  • Wörterbücher
  • sprachgesteuerte Spiele
  • Nachrichten & Radio-Sender
  • Kino- & TV-Programm
  • Connected Car (aktuell vertreten: BMW)

Die kostenlose Alexa-App von Amazon.
Das Menü der Alexa-App von Amazon.

Soweit ein Einblick in die Grundfunktionen von Echo/Alexa. Was auf den ersten Blick wie ein teures Spielzeug wirken mag, ist näher betrachtet ein von Amazon gut durchdachter und raffiniert ausgeführter Schachzug...

Smart Home: Wer gewinnt die Digital-Hoheit in unseren vier Wänden?

Lasst uns einige Jahre in die Zukunft blicken: Unsere Wohnungen und Häuser werden dann standardmäßig komplett vernetzt sein. Alle Haushaltsgeräte (HiFi-Anlage, TV, Klima-Anlage, Beleuchtung, Küchengeräte, etc.) sind online, internetfähige Zähler (Smart Meter) kontrollieren Temperatur sowie Strom- und Wasserverbrauch. 

Was das aktuell mit Amazon Echo zu tun hat? Antwort: Das Unternehmen aus Seattle will sich heute seinen Platz als Anbieter des Leit-Steuerungssystems in unseren Wohnungen von morgen sichern.

Dieser Platz wird hart umkämpft sein: Ähnlich wie Android auf dem Smartphone als Betriebssystem das Zepter schwingt, wird es dominierende Player künftig auch in unseren vier Wänden geben. Sie werden dann anderen Anbietern von Smart-Home-Komponenten einige Bedingungen aufdiktieren können.

Bereits jetzt unterstützen Echo & Alexa folgende Smart-Home-Features, die ihr sprachgesteuert nutzen könnt:
  • Steckdosen & Schalter
  • Beleuchtung
  • Thermostate

Fazit: Smart Home – Amazon will die Pole-Position

Obwohl euer Blogger am Ende des Tages ein größerer Google- als Amazon-Fan ist: Ich muss neidlos anerkennen, dass Amazon-CEO Jeff Bezos momentan sehr vieles sehr richtig macht. Im Bereich Smart Home baut er seinen Vorsprung gegenüber Google/Alphabet kontinuierlich aus...

...bereits Amazon Prime ist eine Erfolgsgeschichte und auch Echo/Alexa werden es sein. Die Sprachqualität von Alexa ist deutlich besser als die von Google Now und Google hat es mit seinem Echo-Konkurrenten "Home" bislang nicht nach Deutschland geschafft.

Betrachtet man Echo/Alexa also im Big Picture, wird klar: Es geht um die künftige digitale Vorherrschaft in unseren vier Wänden. Und hier will Amazon mit Echo & Alexa die Pole-Position.

Lasst es mich wissen: Wie sind eure Erfahrungen mit Amazon Echo und was haltet ihr von der Idee des vernetzten Zuhauses?

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Mathias Sauermann

Mathias Sauermann
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