Cloud-Computing: So nutzen Unternehmen 2018 die Rechnerwolke

IT-Services bei Bedarf online nutzen statt sie vor Ort permanent zu installieren: Das Cloud-Computing ist investitionsarm, hochverfügbar sowie leicht skalierbar – und damit ein Grundpfeiler der Digitalisierung.


Cloud-Computing erklärt
(Cloud-Computing unter CC0 1.0)

Welche Cloud-Computing-Modelle gibt es?

Die Public Cloud bietet IT-Services, die jeder über das Internet nutzen kann.

Die Private Cloud bietet IT-Services, auf die nur eine definierte und legitimierte Personengruppe online zugreifen darf. Anders als die Public Cloud ist sie nicht öffentlich per Internet nutzbar. Eine Private Cloud ist für einzelne Organisationen ausschließlich via Intranet oder Virtual Private Network (VPN) erreichbar.

Die Hybrid Cloud ist eine Mischung aus Public und Private Cloud.

Eine Multi-Cloud-Architektur besteht aus zwei oder mehr Public Clouds.

Eine hybride Multi-Cloud liegt vor, wenn mehre Public Clouds mit einer Private Cloud arbeiten.

Cloud-Management-Platforms (CMPs) und Cloud-Service-Brokers (CSBs) verwalten mehrere Clouds wie eine einzige Cloud.

Die As-a-Service-Modelle aus der Cloud

Infrastructure-as-a-Service (IaaS): Das Unternehmen bezieht IT-Ressourcen wie Server, Betriebssysteme und Netzwerke aus einem virtuellen Rechenzentrum. Eigene IT-Anlagen (On-Premises) sind nicht mehr notwendig. Ein Beispiel ist Amazon EC2.

Platform-as-a-Service (PaaS) ermöglicht es, eine Entwicklungsumgebung zu nutzen und Applikationen zu betreiben. Ein Beispiel ist die Google App Engine.

Software-as-a-Service (SaaS): User nutzen Software-Anwendungen direkt im Browser (Chrome, Firefox). Die Tools werden nicht mehr gekauft und auf dem Rechner installiert (On-Premises), sondern nutzungsabhängig bezahlt. Das gibt es auch gratis, ein Beispiel ist Google Docs.

IaaS, PaaS, SaaS: As-a-Service-Modelle des Cloud-Computings
↑ Die 3 As-a-Service-Modelle des Cloud-Computings. ↑

Cloud-Computing in Deutschland

Laut einer 2018er Studie des Dienstleisters OneClick gehen 65 Prozent der deutschen Unternehmen in die Cloud, 29 Prozent nutzen dafür Public-Cloud-Angebote.

30 Prozent der Unternehmen, welche die Public Cloud meiden, fürchten unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. 20 Prozent haben Angst, Daten zu verlieren, und 19 Prozent sehen wichtiges IT-Knowhow gefährdet.

77 Prozent der Unternehmen erwarten von einem Cloud-Anbieter, dass er seinen Hauptsitz in der EU hat (Stichwort Datenschutz).

Wie verbreitet ist das Cloud-Computing in den Branchen?
  • Energiebranche (87 %)
  • Chemie & Pharma (84 %)
  • IT & Telekommunikation (79 %)
  • Automobilbau (72 %)
  • Verkehr & Logistik (72 %)
  • Maschinen- und Anlagenbau (71 %)
  • Banken (59 %)
  • Versicherungen (58 %)
  • Handel (52 %)

Welche SaaS-Lösungen nutzen deutsche Unternehmen?

  • 46 % Office-Anwendungen
  • 44 % Security-Lösungen
  • 35 % E-Mail / Kalender
  • 33 % Collaboration-Lösungen (Tools für die Zusammenarbeit)
  • 32 % Enterprise Resource Planning (ERP)
  • 24 % Customer Relationship Management (CRM)
  • 23 % Buisness Intelligence (BI) / Big Data
  • 23 % Telefonie / Voice over IP (VoIP)

Was speichern deutsche Unternehmen in der Public Cloud?

  • 84 % unkritische Business-Informationen
  • 67 % Kommunikationsdaten (z. B. E-Mail)
  • 27 % Kundendaten oder personenbezogene Daten
  • 19 % kritische Business-Informationen

Cloud-Computing im Überblick
(Wolke unter CC0 1.0)

Cloud-Computing: Die Trends

Workspace-as-a-Service: Unternehmen "mieten" einen kompletten Hardware-Arbeitsplatz inkl. installierter Software.

Künstliche Intelligenz (KI) aus der Cloud (Artificial-Intelligence-as-a-Service, AIaaS): Ohne aufwendiges Programmieren nutzen Unternehmen KI-Services wie z. B. Bilderkennung, vorausschauende Wartung (Predicitve Maintenance), Machine Learning, Chatbots oder automatische Übersetzungen.

Serverless Infrastructure: auch "Serverless Computing" genannt. Der direkte Einsatz von Servern entfällt, diese arbeiten im Hintergrund. Der Entwickler muss sich nicht mehr direkt mit den Servern beschäftigen, das übernimmt ein Cloud-Service.

Wohin geht die Rechnerwolke-Reise?

Soweit ein knackiger Überblick zum Status des Cloud-Computings 2018. Auch wenn einige Unternehmen noch vor der Rechnerwolke zurückschrecken: Wer sich erfolgreich digitalisieren will, muss auf die Cloud setzen. Zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und eine skalierbare IT gehen Hand in Hand.

Lasst es mich wissen: Wie schätzt ihr die Chancen und Risiken des Cloud-Computings ein?

Quellen & Link-Tipps:

Kommentare

Mathias Sauermann

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